im wundersamen mai
manchmal da klopft es in finstrer nacht
wenn hoffnung schläft und dunkelheit wacht
schreck ich dann auf und kummer tanzt hohl
merk ich ich kenn dich, vertraut bist du wohl
du altes biest!
manchmal da flieh ich der hellsten stund
wenn nichts mehr mich hält pocht wütend die wund
da seh ich dich wieder, der grund blickt verzückt
auf mich und er spiegelt die leere zurück
du altes biest!
manchmal da schlag ich dich bitterlich nieder
schon hälst du die hand fest und packest mich wieder
an der schulter zurück in die kälte mich ziehst
wo grübelns verderben kein lichtlein mehr sieht
du altes biest!
manchmal da fällst du zu boden, wirkst fern
nichts bleibt dann wie grundlos so hoffte ich gern
doch wo kein gott auch kein fallen mehr drin
stehst lachend du auf - ja wo keimt dann beginn?
du altes biest!
manchmal da bleibt nichts als nichts in der leere
und weltens verdruss wiegt wie selten und schwere
doch merk dir du biest du!
wenn hoffnung auch nichts sieht als liebende hände
welch chance hat das biest dann - es droht ihm das ende.
Dienstag, 5. April 2011
Dienstag, 11. Januar 2011
Zweiundzwanzig
frag nicht der grund ist fern
du bleibst in der seele der wichtigste stern
der mich aus tiefster nacht erweckt
und bittre tränen rasch verdeckt
ein stern der liebe mit sich bringt
und alle traurigkeit bezwingt
ein licht das hoffnung in sich trägt
sich freudig himmelwärts bewegt
du bleibst in der seele der wichtigste stern
der mich aus tiefster nacht erweckt
und bittre tränen rasch verdeckt
ein stern der liebe mit sich bringt
und alle traurigkeit bezwingt
ein licht das hoffnung in sich trägt
sich freudig himmelwärts bewegt
Sonntag, 9. Januar 2011
Einundzwanzig
odeonsplatz
eins im leben einmal nur
zeichnet einer tiefe spur -
hörst dich zögernd selbst verdichten
kreist erstarrt nur um geschichten
die nie warn und niemals sind
tief vergraben bleibst du kind
dreh dich um! denkt hohler wahn
an der notbrems drängt die bahn
fährt sie weg einsam der blick
es pocht ein brennend herz zurück
bald vergehts! du narr! du narr!
vergiss was einst und niemals war
bleibt zurück ein leerer platz
gott verrückt niemals den schatz
weilst noch länger in dem schacht
verlierst du alles letztlich acht
und hab und gut und herz und seele
siehst du nicht wie es dich quäle
schon vergings! du narr! du narr!
vergaßt was einst und niemals war
zeit eilt fort und auch das ende
irgendwie fand sich die wende:
seh mich selbst noch täglich stehn
doch die welt ward seltsam schön
denn wie fern wirkt winters zeit
frühling griff sich selten weit
stadt verwechselt hell das licht
augsburg lächelt münchen nicht
geh nun wieder zur u3
wirkt auf einmal alles frei
da herz so froh und fromm und schön
(soll ihn halt nie wieder sehn)
eins im leben einmal nur
zeichnet einer tiefe spur -
hörst dich zögernd selbst verdichten
kreist erstarrt nur um geschichten
die nie warn und niemals sind
tief vergraben bleibst du kind
dreh dich um! denkt hohler wahn
an der notbrems drängt die bahn
fährt sie weg einsam der blick
es pocht ein brennend herz zurück
bald vergehts! du narr! du narr!
vergiss was einst und niemals war
bleibt zurück ein leerer platz
gott verrückt niemals den schatz
weilst noch länger in dem schacht
verlierst du alles letztlich acht
und hab und gut und herz und seele
siehst du nicht wie es dich quäle
schon vergings! du narr! du narr!
vergaßt was einst und niemals war
zeit eilt fort und auch das ende
irgendwie fand sich die wende:
seh mich selbst noch täglich stehn
doch die welt ward seltsam schön
denn wie fern wirkt winters zeit
frühling griff sich selten weit
stadt verwechselt hell das licht
augsburg lächelt münchen nicht
geh nun wieder zur u3
wirkt auf einmal alles frei
da herz so froh und fromm und schön
(soll ihn halt nie wieder sehn)
Sonntag, 12. Dezember 2010
Zwanzig
romantik
gelacht haben wir
über die
einheit des wesens
erfüllung im diesseits
ewige sehnsucht
mein schatz
ha! ha!
gelacht haben wir
über die
einheit des wesens
erfüllung im diesseits
ewige sehnsucht
mein schatz
ha! ha!
Freitag, 3. Dezember 2010
Neunzehn
warten im hass
zum glück warten wir noch auf anschlussreisende
und spielende kinder auf den gleisen
die wie kühe grasend die spur blockieren
denn selbst wenn nicht verspätung aus vorheriger zugfahrt
und kupplungsprobleme am triebfahrzeug
einem umgestürzten baume gleichsam
und letztlich auch das problem am stellwerk
dank mehrfach gezogener notbremse
umfangreiche gleisbauarbeiten zur folge hätten
dann würden wir wegen überraschend hoher streckenauslastung
und überholender schnellzüge, vorausfahrender s-bahnen
und kurzsichtiger polizeieinsätze am bahnsteig
und widrigen witterungsbedingungen bei hitze und schnee
und gestörten weichenanlagen zum trotze
auf ein im bahnhof belegtes gleis treffen
zum glück warten wir noch auf anschlussreisende
und spielende kinder auf den gleisen
die wie kühe grasend die spur blockieren
denn selbst wenn nicht verspätung aus vorheriger zugfahrt
und kupplungsprobleme am triebfahrzeug
einem umgestürzten baume gleichsam
und letztlich auch das problem am stellwerk
dank mehrfach gezogener notbremse
umfangreiche gleisbauarbeiten zur folge hätten
dann würden wir wegen überraschend hoher streckenauslastung
und überholender schnellzüge, vorausfahrender s-bahnen
und kurzsichtiger polizeieinsätze am bahnsteig
und widrigen witterungsbedingungen bei hitze und schnee
und gestörten weichenanlagen zum trotze
auf ein im bahnhof belegtes gleis treffen
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Achtzehn
fragmente
blau wurd schwarz
aus tag wurd nacht
und die wurd
auch noch spät
also wacht ich wieder
in finstrer nacht
ich schlaft und bangt
ich grübelt und grollt
und vergesst schließlich
alles ein wenig
am ende sogar
die konjugation
blau wurd schwarz
aus tag wurd nacht
und die wurd
auch noch spät
also wacht ich wieder
in finstrer nacht
ich schlaft und bangt
ich grübelt und grollt
und vergesst schließlich
alles ein wenig
am ende sogar
die konjugation
Montag, 29. November 2010
Siebzehn
frühlingsgedichte IV
seit wochen schon regnet es
in meinen kopf
spann doch den schirm auf
hör ich mich fern rufen
ha!
wie gerne würde ich
mir ins trocken folgen
wäre der schirm nicht schon
im letzten sturm zerbrochen
seit wochen schon regnet es
in meinen kopf
spann doch den schirm auf
hör ich mich fern rufen
ha!
wie gerne würde ich
mir ins trocken folgen
wäre der schirm nicht schon
im letzten sturm zerbrochen
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